6. DIANA-Workstation: Smarte Textilien als Baustein zukünftiger Point-of-Care-Technologien
Am 2. Dezember brachte die DIANA-Workstation am FILK Freiberg Institute rund 40 Expert:innen aus Forschung, Klinik, Veterinärmedizin und Wirtschaft zusammen. Im Fokus standen smarte Textilien als Baustein zukünftiger Point-of-Care-Technologien – von leitfähigen Polymeren über sensorische Anwendungen bis hin zu nachhaltigen Materiallösungen.
Impulsbeiträge von Dr. Martin Heise (FILK), Dr. Franziska Lehmann (texulting GmbH), Michael Schneider (Born GmbH) und Prof. Alexander Starke (Universität Leipzig, Klinik für Klauentiere) zeigten das große Potenzial textiler Innovationen für Human- und Veterinärmedizin. In zwei Workshops wurden konkrete Use Cases identifiziert, u. a. in den Bereichen Temperatur monitoring, Wundversorgung, Tierwohl, Stressreduktion und Bestandsüberwachung. In den Workshops wurden zahlreiche konkrete Bedarfe und Anwendungsszenarien herausgearbeitet.
In der Humanmedizin standen vor allem klimatische Herausforderungen, Kostendruck sowie der Transfer neuer Materialien vom Prototyp zum marktfähigen Produkt im Fokus. Diskutiert wurden u. a. smarte Wundauflagen, Feuchtigkeitsbarrieren, integrierte Temperatur- und Vitalmonitoring Lösungen sowie Fragen der Akzeptanz und Bedienbarkeit.
In der Veterinärmedizin zeigten sich große Potenziale insbesondere für Bestandsüberwachung, Stress- und Gesundheitsmonitoring sowie mobile Diagnostik im Stall. Genannt wurden Anwendungen wie POCT für Tiere, textile Sensorik zur Erkennung von Lahmheit, Temperatur oder Wundheilung sowie robuste, waschbare Materialsysteme für den täglichen Einsatz unter realen Stallbedingungen.